Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Content-Erstellung

von Andrew Bredenkamp

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Die Zukunft der Content-Erstellung könnte in künstlicher Intelligenz liegen. Doch um besser einzuschätzen, was uns erwartet, hilft ein Blick auf die Vergangenheit. Lassen Sie mich einen kurzen Überblick darüber geben, wie sich unsere Schreibwerkzeuge im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Ich verspreche mich kurz zu fassen.

Die allerersten Schreibutensilien finden sich ungefähr 4.000 v. Chr., als Menschen Bronze- oder Knochenteile in Werkzeuge verwandelten und damit Zeichen in weiche Tontafeln ritzten. Diese Technik entwickelten die alten Ägypter etwa 1.000 Jahre später weiter, indem sie dünne Rohrfedern herstellten und damit Hieroglyphen auf Papyrus schrieben.

Um 600 n. Chr. entdeckten die Europäer die Vorteile von Gänsekiel und Tinte für sich. Diese Praxis verlor wiederum an Bedeutung, als im 18. und 19. Jahrhundert Stahlfederhalter und Schreibstifte Verbreitung fanden. Im Jahr 1868 kam die erste kommerziell erfolgreiche Schreibmaschine auf den Markt, die ein Jahrhundert später vom Personal Computer abgelöst wurde.

Da ich diesen Text auf meinem Laptop schreibe, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, wie sehr ich diese Fortschritte zu schätzen weiß. Wir dürften uns alle einig sein, dass es einfacher ist, einen Text auf einem Bildschirm zu verfassen und zu überarbeiten als handschriftlich auf Papier. Doch so dankbar ich auch bin, auf tintenbefleckte Hände, seitenlanges Gekritzel und Durchstreichungen verzichten zu können – der Schreibvorgang selbst hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert.

Letztlich ist es gleichgültig, ob ich einen Füllfederhalter oder ein MacBook benutze: Schreiben ist in jedem Fall eine manuelle und arbeitsintensive Tätigkeit, die frustrierend sein kann. Die gute Nachricht ist, dass dies nicht immer so bleiben muss.

Wenn künstliche Intelligenz auf Content trifft

Künstliche Intelligenz (KI) ist keineswegs eine neue Erscheinung. Ihre Anfänge liegen im Jahr 1950, als Alan Turing einen Aufsatz mit dem Titel „Computing Machinery and Intelligence“ veröffentlichte. Obwohl daraufhin einige wichtige Fortschritte gemacht wurden, kam das Thema zunächst wieder zum Erliegen. Einige Jahrzehnte später waren die erforderlichen Technologien weit genug entwickelt, um das Potential der KI weiter zu erschließen. Die Idee wurde wieder aufgegriffen. Und heute? Heute ist künstliche Intelligenz in allen möglichen Unternehmensanwendungen auf dem Vormarsch. Dinge, die auf KI basieren, reichen von selbstfahrenden Autos bis hin zum Jeopardy! gewinnenden Supercomputer Watson.

Unter den vielen Anwendungsbereichen künstlicher Intelligenz befinden sich auch Content-Erstellung und Content-Optimierung. Schauen wir uns diese beiden Bereiche genauer an.

Natural Language Generation (Textgenerierung)

Einige Unternehmen nutzen künstliche Intelligenz für die automatische Generierung von Texten. Bei diesem Prozess greifen Computer auf Daten zurück, um darauf aufbauend Content zu erstellen. Diese Technologie kann zum Beispiel eingesetzt werden, um Fußballergebnisse in einen ausformulierten Spielbericht zu verwandeln. Wenn die zugrundeliegende künstliche Intelligenz ausgefeilt genug ist, klingt ein solcher Bericht so, als wäre er von einem Menschen geschrieben worden. Er lässt sich gut lesen und kann auf Knopfdruck erstellt werden. Für Unternehmen, die Zeit und Geld sparen möchten, kann dies ein willkommener Wandel sein.

Auch wenn die entsprechenden Technologien noch nicht in der Lage sind, nicht datengestützte Inhalte wie Romane oder Ihren Lieblingsblog zu erstellen, nähern wir uns dieser Realität mit jedem Jahr weiter an. Auch wenn ich bezweifle, dass menschliche Autoren jemals verschwinden werden, ist es doch gut zu wissen, dass zumindest ein Teil der Content-Erstellung automatisiert werden kann.

Content-Optimierung

Künstliche Intelligenz kann auch eingesetzt werden, nachdem Ihr Content erstellt wurde. In Form von Content-Optimierungssoftware wie Acrolinx hilft sie Autoren dabei, Texte so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten. Genauer gesagt liest und analysiert die KI-Software Ihren Content und liefert Ihnen Anleitungen dazu, wie Sie Ihren Content verbessern können. Diese Anleitungen betreffen übrigens nicht nur Grammatik und Rechtschreibung, sondern auch den Stil, den Tone of Voice und die Lebhaftigkeit Ihrer Inhalte.

Auch wenn Sie um die Content-Erstellung selbst nicht herumkommen – eine solche Software hilft Ihnen sicherzustellen, dass Ihr Content konsistent, auf Ihre Markenstandards abgestimmt und leichter zu übersetzen ist. Noch dazu befähigt sie alle Mitarbeiter in Ihrer Organisation, wirkungsvollen Content zu erstellen – auch diejenigen, die das Schreiben von Texten nicht unbedingt zu ihren Talenten zählen.

Wie wird es weitergehen?

Wohin uns künstliche Intelligenz in den nächsten Monaten und Jahren führen wird, kann niemand genau vorhersagen. Dennoch zeigt sich schon jetzt, dass sie eine große Hilfe für Ihre Content-Erstellung sein wird. Ob es darum geht, neue Inhalte zu generieren, oder darum, bereits geschriebenen Content zu optimieren: Künstliche Intelligenz wird Unternehmen helfen, besseren Content zu erstellen und dabei Zeit und Geld zu sparen. Wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lange und das Erstellen von eigenen Texten auf einem Computer erscheint uns so antiquiert wie das Schreiben mit einer Schreibmaschine oder einem Füllfederhalter.